Montag, 14. März 2011

Jekyll & Hyde, Tourabschluss in Ibbenbüren

Ein Abend zwischen Genie und Wahnsinn!

Eigentlich ist dem Bericht über die Show in Hamm, wo die Tour im Januar Station gemacht hat, nichts hinzuzufügen. Denn auch diesmal war es einfach wieder fantastisch! (Es bietet sich an, den 1. Bericht vorab als Einführung zu lesen).
Ich will aber trotzdem versuchen über den Abend in Ibbenbüren zu bloggen - Gebt mir ein bißchen Zeit. Ich hatte wenig Schlaf, da normale Menschen in der Woche früh raus müssen. Ob ich allerdings normal bin, sei mal dahin gestellt... 

Ich merke immer wieder, wie schön es ist ein Stück mehr als einmal zu sehen. Viele Kleinigkeiten fallen einem erst beim zweiten Besuch auf und außerdem kann man sich kann man nochmal alles auf sich wirken lassen. Beim ersten mal ist man ja häufig damit beschäftigt die vielen (neuen) Eindrücke zu verarbeiten und grade bei diesem Wildhorn-Stück sind das ja Einige.
Auch an manchen Darstellern kann man sich einfach nicht sattsehen und hören, deshalb machte ich mich auch gleich nach der Vorstellung in Hamm auf die Jagd nach einem weiteren Ticket und war erfolgreich. Tourabschluss in Ibbenbüren und ich würde dabei sein. Übrigens ist es schon enorm wie unterschiedlich die Eintrittspreise auf dieser Tour waren. So hab ich mit meinen beiden PK1 Karten zusammen insgesamt nicht viel mehr bezahlt, als eine Freundin, die das Stück andernorts geguckt hat.

Die Cast beim Schlussapplaus
Meiner Meinung nach hab ich ohnehin unverschämt viel Glück gehabt. Sowohl in Hamm, als auch in Ibbenbüren saß ich ganz vorne, hatte eine optimale Sicht auf die Bühne und hab auch von Tonschwierigkeiten, die es ja anscheinend zu Hauf gegeben hat, nichts mitbekommen. Neben Preis und Platz-Glück war mir auch das Besetzungsglück treu.

Nach einigen Krankheitstagen waren sowohl Yngve Gasoy-Romdal als auch Sabrina Weckerlin wieder fit und spielten was das Zeug hielt.
Ich bin auf die Rollen und Darsteller schon in meinem ersten Bericht ausführlich eingegangen. Wenn ich mir meine Sätze von damals durchlese, dann kann ich nur heftig nicken und mir selber zustimmen! Es hat sich auch im zweiten Eindruck alles bestätigt.

Die Rolle des Jekyll/Hyde muss ein Knochenjob sein und ich bewundere jeden, der sie mit soviel Herzblut spielt wie Yngve. Man muss ja nicht nur eine Rolle glaubhaft verkörpern, sondern gleich zwei ganz gegensätzliche Personen darstellen, die sich - besonders gegen Ende des Stücks - teilweise sogar überlagern und auch im inneren Konflikt stehen. Auch gesanglich ist es natürlich ein Balanceakt und grade bei der Konfrontation braucht es neben darstellerischen Fähigkeiten sicher auch Konzentration und Kondition... Jedenfalls blieb mir schon beim reinen zuschauen fast der Atem weg. Bei CD Aufnahme ist das eine Sache, aber den Wechsel auch Live so gut hinzubekommen eine ganz andere und Yngve hat meiner Meinung nach einen sehr ordentlichen Job gemacht und auch beim zweiten Besuch, fand ich ihn sehr gut.

Sabrina Weckerlin als Lucy
Auch Leah und Sabrina haben mich wieder sehr beeindruckt. Letztere schien sich von ihrer Krankheit gut erholt zu haben und wirkte frisch und fit und sehr spielfreudig! In Hamm hat mich am meisten Lucys "Männer her" umgehauen. Diesmal waren es vorallem die emotionalen Lieder "Jemand wie du" und "Ein Leben", die mir die Gänsehaut über den Rücken jagten... Man wünscht Sabrinas Lucy so sehr, dass sie ein neues Leben beginnen kann. Man lebt und leidet mit ihr und auch wenn man weiß, dass es am Ende einfach nicht gut ausgehen kann, betet man auch beim zweiten mal noch, dass doch noch ein Wunder geschieht. Sehr stark gespielt und gesungen. Patrick Stanke, der auch im Publikum saß, kann sehr stolz auf sie sein!

 Ihr merkt schon, das Stück hat mich wieder mitgerissen... Und nicht nur mich  - denn am Ende gab es wieder tosenden Applaus und verdiente Standing Ovations.

Der Abend in Ibbenbüren war ein gelungener Abschied einer tollen Tourproduktion von der man einfach nicht genug kriegen kann. Bleibt zu hoffen, dass sie Ende des Jahres oder im nächsten Jahr fortgesetzt wird.

Ausführliche Rezension zu Hamm: Hier

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